Der Anfang: Wie die EU 2022 beschloss, die Verpackungsregeln neu zu schreiben
Meilenstein: 30. November 2022 — Vorschlag der Kommission
Am 30. November 2022 legte die Europäische Kommission den Vorschlag für eine neue Verpackungsverordnung vor — der Beginn einer Reise, die heute bestimmt, wie Verpackungen in Europa hergestellt, genutzt und recycelt werden.
Am 30. November 2022 verabschiedete die Europäische Kommission ihren Vorschlag für eine neue Verpackungsverordnung — als Ersatz für eine Richtlinie aus dem Jahr 1994, die mit der Realität nicht mehr Schritt halten konnte. Die Zahlen sprachen eine deutliche Sprache: Jede EU-Bürgerin und jeder EU-Bürger erzeugte 2022 durchschnittlich 186,5 kg Verpackungsabfall, 40 % aller Kunststoffe in der EU werden für Verpackungen verwendet, und etwa die Hälfte des Meeresmülls stammt aus Verpackungen.
Für uns als Verpackungshersteller war dieser Vorschlag nie eine Bedrohung, sondern eine Richtung. Die Ziele der Kommission waren ehrgeizig: bis 2030 alle Verpackungen wirtschaftlich recycelbar machen, den Einsatz von recycelten Kunststoffen sicher erhöhen, Primärmaterialien reduzieren und den Sektor bis 2050 auf den Weg zur Klimaneutralität bringen.
Am wichtigsten war für uns die gesundheitliche Dimension zwischen den Zeilen: Weniger Verpackungsabfall bedeutet weniger Kunststoff, der zu Mikroplastik zerfällt und in unsere Nahrungskette gelangt. Weniger Einwegprodukte bedeuten weniger Chemikalien, die in Lebensmittel übergehen. Dies ist nicht nur eine Umweltverordnung — es ist eines der folgenreichsten Gesundheitsgesetze für lebensmittelberührende Materialien einer Generation.
Rückblickend war der November 2022 der Moment, in dem die Spielregeln der Branche neu geschrieben wurden. Unternehmen, die die Richtung früh verstanden, konnten den europäischen Käufern Compliance, Sicherheit und Verlässlichkeit garantieren, sobald die Regeln endgültig galten.